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Hähnchen Biryani - Das indische Reisgericht für jeden Geschmack

Mein authentisches Lieblingsrezept für "Hähnchen Biryani" ist absolut gelingsicher und schmeckt selbst Kritikern der indischen Küche und den schärfetechnisch zartbesaiteten unter euch.

Hähnchen Biryani - Originalrezept

Indisches Essen ist in Deutschland nicht unbedingt jedermanns Sache. Das liegt unter anderem daran, dass indische Curries vielen Leuten schlichtweg zu scharf sind. Auch mein Magen ist nicht für scharfes Essen gemacht, wenngleich ich das Brennen auf Zunge und Gaumen absolut liebe. Aus diesem Grund musste ich mir auf meiner einmonatigen Reise durch Indien kulinarische Alternativen aussuchen, die es im wahrsten Sinne des Wortes "milde" mit mir meinten.


Schnell viel meine Wahl auf einen der Klassiker der indischen Küche und das wohl bekannteste Reisgericht des Landes - "Hähnchen Biryani". Auf meiner ersten Station, der Hauptstadt Delhi, war dieses Gericht eine meiner ersten Erfahrungen mit authentischem indischen Streetfood. Ich erinnere mich, dass mich der Geschmack damals absolut von den Socken gehauen hat und ich etwa eine Woche kaum etwas anderes gegessen habe, bis ich das beste Restaurant für Biryani im Dunstkreis meines Hostels entdeckt hatte.


Die Kombination von locker gedämpftem und aromatisch gewürztem Reis, mit zartem Hähnchenfleisch, knusprigen Mandelblättchen und süßen Rosinen ist wirklich unvergleichlich. Gibt man noch ein wenig Säure durch Zitronensaft und Joghurt hinzu - wird das Gericht sogar noch besser.


Übrigens: Ursprünglich kam Biryani wohl durch persische Kaufleute nach Indien und ist eine Abwandlung von dem dort sehr bekannten Reisgericht "Pilav". Probiert man Biryani, wundert einen das nicht, mutet die Aromenwelt doch sehr orientalisch an. Heute ist es im südasiatischen Kulturraum, also auch in Pakistan, Myanmar und Bangladesch weit verbreitet. Durch seine große Verbreitung gibt es eine Vielzahl regionaler Abwandlungen und unterschiedlicher Rezepte für Biryani.


Ein weiters Erlebnis festigte meine besondere Beziehung zu Hähnchen Biryani. Auf einer Solowanderung im indischen Himalaya traf ich damals auf eine Gruppe Männer aus dem Bundesstaat Punjab, die an einem Waldrand grillten, Musik hörten und indischen Rum tranken. Die bärtigen Männer luden mich ohne zu Zögern auf einen Drink ein und servierten mir ein herrliches Biryani, das sie von ihren Frauen von zu Hause mitgebracht hatten. Wir aßen zusammen das wohl beste Biryani, das ich bisher gegessen habe (vielleicht ist meine Erinnerung auch ein wenig vom indischen Rum getrübt) und tanzten zu Punjabi Musik. Eine schöne Wanderpause!


Zum Glück habe ich damals noch einen kleinen Schnappschuss mit dem Handy gemacht, um diesen besonderen Moment meiner Reise nicht zu vergessen:


Indische Männer tanzen

Die Inder sind sehr stolz auf ihr Essen. Das zeigte sich auch in dieser Situation. Der indische Rum tat in diesem Fall sein Übriges. Zu sehen ist außerdem die traditionelle Kopfbedeckung zweier Sikh-Männer



Woher bekomme ich die Zutaten?

Die meisten Zutaten für das Gericht bekommst du übrigens im normalen Supermarkt. Die Curryblätter, Senfkörner, die schwarzen Kardamomkapseln und das Ghee (wenn verwendet) erhältst du hingegen im gut sortierten Asia-Markt - du kannst sie zur Not natürlich auch weglassen, ohne, dass es dem Geschmack des Gerichts allzu sehr schadet.



Zutatenliste für 3 Portionen Hähnchen Biryani
  • 300 g Basmatireis

  • 25 g Butter oder indisches Ghee

  • 1 große weiße Zwiebel, in feine Ringe geschnitten

  • 3 Hähnchenbrustfilets in groben Stücken

  • 5 Safranfäden

  • 1 TL Kurkuma, gemahlen

  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen

  • 1 TL Koriandersaat, gemahlen

  • 1 TL Garam Masala, gemahlen

  • 1 TL Senfkörner

  • 10 getrocknete Curryblätter

  • 2 Nelken

  • 1 Stange Zimt

  • 3 schwarze Kardamomkapseln

  • 1 TL Ingwerpaste (oder geriebener Ingwer)

  • 1 TL Knoblauchpaste (oder geriebener Knoblauch)

  • Handvoll Rosinen

  • 1 rote Spurchili in feinen Scheiben

  • 850 ml Hühnerbrühe

  • 1/2 Bund gehackter Koriander (nach Geschmack)

  • Handvoll Mandelblättchen

  • Spritzer Zitronensaft beim Anrichten (optional)

  • Etwas Naturjoghurt beim Anrichten (optional)


Hähnchen Biryani Originalrezept


Zubereitung von Hähnchen Biryani
  1. Den Basmatireis mit Wasser abwaschen, bis das Wasser klar ist.

  2. Den Reis entweder in einem Reiskocher oder im Topf mit Wasser, einer Prise Salz und den Safranfäden kochen, bis dieser fast fertig ist.

  3. In einem Topf die Butter oder das Ghee auf mittlerer Stufe erhitzen und die Zwiebeln so lange braten, bis sie goldgelb werden und karamellisieren.

  4. Den Ingwer und Knoblauch 1 Minute mitanbraten und die im Topf befindlichen Zutaten zur Seite schieben.

  5. Bei Bedarf etwas Öl oder Butter nachgeben und Senfkörner in den Topf geben.

  6. Sobald die Senfkörner beginnen zu platzen, können die Curryblätter, die Zimtstange, die Nelken, der Kardamom sowie etwa 30 Sekunden später die gemahlenen Gewürze hinzugegeben und ca. 1 weitere Minute angebraten werden.

  7. Anschließend werden die Hühnerbruststücke hinzugegeben und in den Gewürzen angebraten, bis sie von allen Seiten eine leichte Farbe bekommen haben.

  8. Die Hühnerbrühe und eine Prise Salz hinzugeben, alles gut vermengen und mit Deckel 15 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln lassen.

  9. Anschließend dieses "Curry" bis auf einen kleinen Rest aus der Schüssel nehmen.

  10. Im selben Topf nach und nach etwa eine Kelle vom Curry sowie eine 3 cm Schicht Reis, eine halbe Handvoll Rosinen, eine halbe Handvoll Mandelblättchen und je nach Geschmack Chilischotenscheiben aufschichten. Je nach Größe des Topfes ergibt das je 2-3 Schichten. Zuletzt sollte nochmal etwas Flüssigkeit vom Curry auf dem Reis landen. Wenn nicht mehr genug Flüssigkeit da ist, können auch ein paar Spritzer Hühnerbrühe verwendet werden.

  11. Deckel auf den Topf geben und das Ganze bei geringer Hitze etwa 20 Minuten dämpfen.

  12. Mit frischem Koriander und optional etwas Joghurt und Zitronensaft servieren.




Du hast Anmerkungen oder Fragen zum Rezept? Schreibe es gerne in die Kommentare.






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